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Dem Wohle aller Völker und Geschlechter der Erde – Baha’u’llah, der Stifter des Bahai-Glaubens

Am 29. Mai 1892 verstarb der Stifter der Bahai-Religion. Bahai-Gläubige in aller Welt gedenken diesen wichtigen Jahrestag.

[inspic=63,left,,thumb]Bahá’u’lláh (gesprochen: Baha – u – llah) verstarb im Alter von 75 Jahren nach kurzer Krankheit in der Nacht vom 28. auf den 29. Mai 1892 in Bahji, einem Ort außerhalb der Gefängnisstadt Akko, die im Norden des heutigen Israels liegt. Er verbrachte den größten Teil Seines Lebens in Gefangenschaft und Verbannung und war bis zu Seinem Tod Gefangener der türkischen Regierung. Er wurde in einem kleinen Steinhaus, das an das Haus von Bahji angrenzt, begraben. Dieser Schrein ist der heiligste Ort für Bahá’í; dorthin wenden sie sich auch in ihren täglichen Gebeten.

Sechs Tage vor Seinem Tod versammelte Bahá’u’lláh Seine Anhänger und Familienmitglieder um sich und sagte:

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„Ich bin sehr zufrieden mit Euch. Ihr habt viele Dienste geleistet und wart sehr fleißig in eurer Arbeit. Ihr seid jeden Morgen und jeden Abend hierher gekommen. Möge Gott euch beistehen, damit ihr einig bleibt. Möge Er euch helfen, die Sache des Herrn allen Seins zu verherrlichen.”

Nach Bahá’u’lláhs Tod, so schreibt Shoghi Effendi, kam für eine Woche eine große Anzahl von Trauernden, Reiche wie Arme, zusammen, um mit den hinterbliebenen Familienmitgliedern zu trauern.

Etwa ein Jahr vor Seinem Hinscheiden offenbarte Bahá’u’lláh Sein Testament, in dem Er Seinen ältesten Sohn, Abdu’l-Bahá, zu Seinem Nachfolger ernannte.

1992, hundert Jahre nach Bahá’u’lláhs Hinscheiden, kamen einige tausend Bahá’í aus mehr als 200 Ländern zusammen, um Ihm an Seinem Schrein ihre Ehrerbietung zu erweisen.

“Der ist wirklich ein Mensch, der sich heute dem Dienst am ganzen Menschengeschlecht hingibt. Das Höchste Wesen spricht: Selig und glücklich ist, wer sich erhebt, dem Wohle aller Völker und Geschlechter der Erde zu dienen. An anderer Stelle hat Er verkündet: Es rühme sich nicht, wer sein Vaterland liebt, sondern wer die ganze Welt liebt. Die Erde ist nur ein Land, und alle Menschen sind seine Bürger.” (Bahaullah, Ährenlese)

Die Bahá’í begehen diesen Gedenktag weltweit. Auch am Haus der Andacht in Deutschland findet eine Gedenkfeier statt. Mit ihr wird das Hinscheiden Bahá’u'lláhs in der Nacht vom 28. auf den 29. Mai 1892 in Akko (bei Haifa in Israel) gewürdigt. Ab 2.00 Uhr morgens trifft man sich im Gemeindezentrum in Hofheim-Langenhain und dort beginnt um 3 Uhr morgens die Gedenkfeier mit Lesungen. Um 4 Uhr morgens wird dann im Haus der Andacht ein besonderes Gebet, das von Bahá’u’lláh offenbart wurde, auf deutsch und arabisch rezitiert.

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