Beitritt per Postkarte
Salzburger Nachrichten berichten über Bahai-Gemeinde
Einen Bericht über die etwa 50 Mitglied zählende Bahai-Gemeinde in Salzburg (Österreich) findet sich kurz vor Jahresende 2006 in den Salzburger Nachrichten.
Bahá’í-Gemeinde in Salzburg: 50 Mitglieder
Eva HammererSalzburg (SN). Kerstin Nordt ist seit drei Jahren bekennende Bahá’í. Die gebürtige Deutsche trat vor Jahren aus der Kirche aus. Schon während ihrer Studienzeit war Nordt vom Gedankengut der Bahá’í-Religion fasziniert. Kennen gelernt hatte sie die Glaubensrichtung durch ihre beste Freundin.
“Vor drei Jahren kam ich nach Salzburg. Zu dieser Zeit fühlte ich mich auch reif für eine neue Religion.” Sie schickte eine Postkarte an den Geistigen Rat der Bahá’í. Damit wurde sie in die Gemeinde aufgenommen.
Zentraler Gedanke der “Religion der Einheit” ist, dass alle Menschen einer Familie angehören. Die Weltreligionen kommen alle vom selben Gott, der von Zeit zu Zeit einen Propheten auf die Erde schickt. Zentralen Stellenwert nimmt auch die Bildung ein. “Erziehung und Selbsterziehung sind für uns sehr wichtig. Das Lesen in den Schriften soll dazu beitragen, seinen Geist weiterzuentwickeln, um nach dem Tod näher bei Gott zu sein.”
Bei den Bahá’í gibt es keinen Klerus und keine Rituale. “Die Schriften kann jeder für sich selbst auslegen”, erklärt Nordt.
Alle 19 Tage kommt die Bahá’í-Gemeinde zum “19-Tages-Fest” zusammen. “Da die Gemeinde so klein ist, halten wir die Andachten meist in Privathäusern ab”, erklärt Nordt. Die Bahá’í haben eine eigene Zeitrechnung: Ein Monat hat 19 Tage und ein Jahr 19 Monate. Dazu kommen einige Feiertage”, sagt Nordt. Das Neujahrsfest wird am 21. März gefeiert. “Da beschenkt man sich meist.” Weihnachten wird bei den Bahá’í nicht gefeiert.
Quelle: Salzburger Nachrichten vom 29.12.2006
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