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Bahai

Bahai nennen sich die Menschen, die ihr Leben nach den Lehren des Religionsstifters Baha’u'llah gestalten – so wie Anhänger Christi sich Christen nennen.

Gottesoffenbarung ist fortschreitend. So entstand das Christentum in der jüdischen Gemeinde, aus jüdischen Wurzeln. Das gleiche gilt für den Bahai-Glauben und seine islamische Herkunft.

Bahaullah (Bahá’u'llah) anerkennt die ihm vorausgegangenen Religionsstifter als Gottgesandte und führt die Reihe der Offenbarungen Gottes für unser Zeitalter fort. Er stiftete die Bahai-Religion.

Die Bahai-Religion bestätigt den geistigen Kern der bisherigen Hochreligionen und sie erweitert ihn um diejenigen Elemente, die als neue Impulse für die Entwicklung zu der der Einheit der ganzen Menschheit unendbehrlich sind. Heute sind Menschen aller religiösen Herkunft Mitglieder der Bahai-Gemeinden und leben und arbeiten einträchtig zusammen.

Die Schriften Bahaullahs haben dabei für die Bahai die gleiche Bedeutung wie die Bibel für die Christen oder der Koran für die Moslems: Sie vermitteln das Wort Gottes. Der Bahai-Glaube bekennt sich zu den grundlegenden Wahrheiten und Glaubensanschauungen, wie sie von den Stiftern aller grossen Glaubensbekenntnisse der Welt gelehrt wurden. Sie alle lehrten, dass die Religion die Grundlage wahrer Kultur und wahren Fortschritts ist.

Die Bahai-Religion zeichnet sich durch ihren Plan für ein Weltgemeinwesen und die Weltkultur aus. Ihre Einrichtungen sind göttlicher Natur, da sie in den von Bahauallah selbst offenbarten Schriften enthalten sind und erleichtern es den Menschen darin mitzuwirken.

Da es in der Bahai-Religion keine beruflichen Geistlichen oder Lehrer gibt, lehrt jeder Gläubige durch sein Vorbild und verbreitet die Botschaft gemäß seinen Fähigkeiten und in Zusammenarbeit mit den zuständigen Institutionen.

In diesem Zeitalter, da immer mehr Menschen auf der Welt in den Genu� von Erziehung und Bildung kommen, wird eine berufliche Geistlichkeit, ehemals die einzige Quelle religiöser Belehrung und Auslegung, unnötig. Die Bahai glauben an eine sehr positive Zukunft der Menschheit. “Diese verderblichen Kriege werden vergehen und der Größte Friede wird kommen.”*

“In diesem wunderbaren Zyklus aber wird die Erde verwandelt und die Welt der Menschheit mit Frieden und Schönheit geschmückt… Die Starken und die Schwachen, die Reichen und die Armen, die streitenden Sekten und die verfeindeten Nationen, die dem Wolf und dem Lamm… gleichen, werden in größter Liebe, Freundschaft, Gerechtigkeit und Unparteilichkeit zusammenwirken.”*

“Nationale Rivalität, Haß und Intrigen werden aufhören, Feindseligkeiten und Rassenvorurteile werden durch Freundschaft, Verständigung und Zusammenarbeit ersetzt werden. Die Ursachen religiöser Zwistigkeit werden für immer aus dem Wege geräumt werden; wirtschaftliche Schranken und Hindernisse werden v�llig beseitigt, der maßlose Klassenunterschied verwischt werden…

Ein Weltbundsystem, das die ganze Erde beherrscht und unanfechtbare Amtsgewalt über ihre unvorstellbar großen Hilfsquellen hat, … dessen Leben von der allumfassenden Anerkennung eines Gottes und vom Gehorsam gegen eine gemeinsame Offenbarung getragen ist – dies ist das Ziel, dem die Menschheit, durch die vereinenden Lebenskräfte angetrieben, zustrebt.”*

* Zitate aus Bahai-Schriften

Bahai.deAusführliche Informationen über den Bahai-Glauben finden Sie auf der Website der Bahai-Gemeinde in Deutschland.